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Der Spieler mit dem weitesten Weg

Mehr als eine „Runde um die Welt“ für den Fußball
Was nimmt ein Jugendlicher eigentlich so alles auf sich, um seinem Hobby nachzugehen. Der eine spart jeden Cent, um seinen PC für tolle Spiele hochzurüsten, der andere dreht den Euro lieber dreimal um bevor er sich anstatt eine Tüte Bonbons zu kaufen auf die Markenklamotten spart. Aber es gibt auch ganz andere.
So einer ist Lukas Hehne. Ihn begeistert es, dem runden Leder hinterher zu jagen und Tore mit seiner Mannschaft zu schießen. Das macht er seit gut eineinhalb Jahren jetzt auch bei den C-Junioren des BSC Süd 05. Allein im Spiel gegen Brieske-Senftenberg traf er selbst viermal für sein Team. Doch das allein ist nichts besonderes, denn bei dem traditionsreichen Brandenburger Sportverein trainieren mehr als 100 fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche in allen Altersgruppen, das meist auch sehr erfolgreich.
Lukas ist beim BSC wohl der, der den längsten Weg zum Training hat. Dreimal fahren ihn seine Eltern jede Woche von seinen Wohnort Lehnsdorf, das liegt kurz hinter Wiesenburg, bis in die Brielower Straße in der Havelstadt, damit er seinem Hobby nachgehen kann. Das sind jeden Trainingstag etwa 80 km hin und wieder zurück. In einer Woche runde 480 km. Hinzu kommen die Punktspiele mit seiner Mannschaft in der Brandenburg-Liga, die sie bis Schwedt oder Seelow führen. Zusammen kommen da auch jeden Monat noch einmal gute 750 km dazu. Nimmt man alles zusammen, ist Lukas in den eineinhalb Jahren etwas mehr als eine Runde um die Welt gereist, um Fußball spielen zu können. Immerhin der Äquator hat einen Umfang von etwa 40.100 km. Da heißt es nicht selten, die Hausaufgaben schon mal im Auto zu machen oder sich auf die nächste Klassenarbeit sozusagen im Rollen vorzubereiten. Ganz abgesehen von der Zeit, die nicht nur Lukas sondern auch seine Eltern in den Sport investieren.
Das ist eine tolle Leistung der ganzen Familie, und man kann Lukas nur wünschen, dass er im Fußball weiter gut vorankommt. Vor allem muss man über so viel Engagement den Hut ziehen und einfach einmal Danke sagen für den Einsatz von ihm und seiner Familie.

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